2021

BakeTex – Textile Backunterlage

Als Unterlage für Backwaren sind in der Backindustrie derzeit Bleche aus Stahl oder Aluminium anerkannter Standard. Innovationen wie perforierte Bleche oder solche mit Wabenstruktur setzen sich jedoch langsam durch. Sie versprechen zum einen Energieeinsparungen, da durch die geringere Masse weniger Material aufgeheizt werden muss und warme Luft den Boden der Backware leichter erreicht. Gleichzeitig wird die Backzeit verkürzt. Zum anderen kann die Backware besser Feuchtigkeit abgeben und wird knuspriger.

Im Rahmen des vorliegenden Projekts soll eine Backunterlage aus textilem Material entwickelt werden, mit der Verbesserungen im Backprozess erreicht werden können. Durch die textile Struktur soll ein niedrigeres Gewicht im Vergleich zu herkömmlichen Backunterlagen erreicht werden. Weiterhin soll es so möglich werden, die Backunterlage bei Nichtgebrauch zusammenzufalten und platzsparend zu verstauen. Dazu soll eine geeignete Aufhängevorrichtung entwickelt werden, welche den Einsatz in Transportwägen erlaubt. Zur besseren Nachverfolgung des Backprozesses ist der Einsatz von wiederbeschreibbaren Chips oder textilen Indikatoren denkbar. Außerdem können durch Einweben oder Aufsticken metallischer oder metallisierter Fäden individuelle Produktbrandings realisiert werden. Weitere Ziele sind die Schadstofffreiheit des Produkts, Waschbarkeit und Langlebigkeit sowie Temperaturbeständigkeit von -40 bis 300 °C.


Virtuelle Lastermittlung im Fahrzeugauslegungs- und Absicherungsprozess

Die Freigabe eines neuen Rahmens für Nutzfahrzeuge hinsichtlich der Betriebsfestigkeit erfolgt innerhalb des Standardprozesses über eine zeit- und kostenaufwendige Erprobung im Gesamt­fahrzeugversuch. Innerhalb des Projekts soll deshalb eine Methodik entwickelt werden, um mithilfe von Gesamtfahrzeugsimulationen schädigungsrelevante Prüfstandlastfälle sowie aussagekräftige Lastkollektive virtuell zu ermitteln. Diese ermöglichen zum einen eine bessere simulative Bewertung von Komponenten in der frühen Phase der Entwicklung. Zum anderen werden Entwicklungszeiten verkürzt, da eine Übertragbarkeit von Erkenntnissen aus der virtuellen Entwicklung auf Hardware-Prüfstände erfolgen kann, bevor Messungen an einem Gesamtfahrzeugprototyp verfügbar sind.

Als Datenbasis hierzu dienen Ergebnisse der Simulation eines virtuellen Fahrzeugs auf digitalisierten Versuchsstrecken. Die daraus ermittelte Schädigung des Rahmens ermöglicht es, kritische Stellen zu identifizieren und jeweils ursächliche statische und dynamische Ersatzlasten abzuleiten. Diese werden auf ein virtuelles Prüfstandkonzept übertragen und Kollektive dieser Lastfälle ermittelt, die in ihrer Schädigung der Gesamtfahrzeugsimulation entsprechen. Durch einen Transfer der Ergebnisse auf den Hardware-Versuch wird die entwickelte Methodik neben Fahrzeugmessungen auch durch Versuche am realen Prüfstand validiert.


2020

Aerosolbeschichtete Keramik-Dickschicht-NTC-Bauelemente

Ziel des Projekts war es, zum wissenschaftlichen Verständnis der Grundlagen der Aerosol-Depositions-Methode (ADM) beizutragen, in reproduzierbarer Art und Weise NTC-Schichten mittels ADM abzuscheiden und wissenschaftlich fundierte Aussagen über die industrielle Einsetzbarkeit derart hergestellter Bauelemente treffen zu können.


Einbringen von anorganischen Kristallen in Glas – Eva KrinGla

Im Fokus liegt die erstmalige Erforschung einer anti-Fälschung-Technologie für Gläser. Diese soll mittels einer neuartigen, indirekten Einfärbung erarbeitet werden. Die dafür verwendeten Konverter­materialien liegen in Kristallform (je nach Typ ca. 2 – 25 μm Partikelgröße) vor. Die Leuchtstoffe sollen punktuell in Glasbauteile eingeschmolzen bzw. eingepresst werden. Durch den Einsatz von verschiedenen Markern kann eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten erzeugt werden. Naben der Erkennung von verschiedenen Farben und Intensitäten können durch die zufällige Verteilung der Pigmente auch verschlüsselte Muster erzeugt werden. Somit sind unterschiedliche Sicherheitsklassen realisierbar.

Die Verschlüsselungsalgorithmen und die benötigten optischen Sensoren werden von dem am Projekt beteiligten Unternehmen entwickelt. Diese erfassen und decodieren Leuchtstoffmuster und können somit die Gläser eindeutig identifizieren. Das Einbringen der Leuchtstoffe soll zunächst über einen mit Leuchtstoffen versehenen Stempel mit dem Verfahren des Präzisionsblankpressens erfolgen. Im Anschluss wird das Verfahren am Mini-Melter des Technologie Anwender Zentrums Spiegelau im Rahmen einer Schmelzkampagne durchgeführt. Dabei wird ein Stempel hergestellt, der beim oder nach dem Formgebungsprozess von Glas die Leuchtstoffe einbringt, um eine industrielle Umsetzbarkeit zu realisieren.


Entwicklung einer Sensorik zur Erfassung des Alterungszustands von Hydraulikölen während des Produktionsprozesses

Hydrauliköle sind Druckflüssigkeiten, die für die Kraftübertragung, Schmierung und Kühlung innerhalb eines Hydrauliksystems verantwortlich sind. Bei fortschreitender Alterung des Hydrauliköls kann es zu einem Qualitätsverlust kommen, der durch hohe Temperaturen, Oxidation oder Verunreinigung verursacht wird. Um alterungsbedingte Schäden an Bauteilen zu vermeiden, ist deshalb ein regelmäßiger Ölwechsel erforderlich, der in der Regel in festgelegten Intervallen stattfindet.


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Projektfinder
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Forschungsverbünde

In strategisch wichtigen Bereichen werden von der Forschungs­stiftung auch Forschungs­verbünde initiiert und gefördert.

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